YogaHerzRaum

Träume in die Wirklichkeit bringen - WIDERSTAND EINMAL FREUNDLICH BETRACHTET- dietlinde maiwöger

Die Bremse in uns selbst
(für die Ausbildungsgruppe für YogalehrerInnen, zusammengestellt von Dietlinde Maiwöger)

WIDERSTAND EINMAL FREUNDLICH BETRACHTET:

Warum wir unsere Vorsätze nicht verwirklichen, warum wir unsere Träume nicht leben, hat einen Grund: Widerstand.
Widerstand hat ein Ziel: er will dass wir in absoluter Sicherheit leben. Widerstand ist ein Sicherheitsmechanismus, der uns von allem abhält, was irgendwie nach Gefahr aussieht.
Barbara Sher entwickelte die Theorie, dass in der Steinzeit das Leben an sich gefährlich genug war. Die frühen Menschen waren zufrieden, nur herumzusitzen, denn das hieß, es gab genug zu essen und keine nahende Gefahr. Die Neugierigen unter ihnen gerieten eher in Gefahr, hatten daher kürzere Leben, produzierten daher weniger Nachkommen. Die, die zufrieden zu Hause lebten, hatten mehr Kinder … und so vererbten sie quasi ihr Anti Abenteur Gen an die Nachkommen…
Nach dieser Theorie wäre also WIDERSTAND EIN KLARES ZEICHEN HOHER SELBSTACHTUNG.
Er zeigt auf der tiefsten Ebene an, dass wir beabsichtigen zu überleben

Nach Erkenntinissen der Gehirnforschung verwenden wir nur 20% unserer Gehirnkapazität. Unser Gehirn verwendet am liebsten die automatisierten Muster, die vertrauten Bahnen, vermutlich damit dann in einem Notfall genug freie Kapazität für Überleben vorhanden ist. Also auch von unserer Schaltzentrale kommt Widerstand, wenn wir freiwillig Veränderungen in unseren Lebensgewohnheiten bringen wollen, ohne "notwendigen" Anlass.

Daraus sieht man/frau: Widerstand ist in unserem Inneren zu Hause und wird dort bleiben

WIE SICH WIDERSTAND ÄUßERN KANN:

1. Ich bin zu beschäftigt
2. Ich bin wahrscheinlich nur zu faul
3. Ich will es einfach nicht stark genug
4. Es langweilt mich plötzlich
5. Ich habe wichtigere Dinge zu tun

Der Trägheitstraumzustand – oder : die "schlechte Gewohnheit"
Schlechte Gewoghnheiten wirken wie Schmerz – oder Beruhigungsmittel. Sie betäuben das Unwohlsein und schicken unseren Verstand in eine leichte Trance. (Suchtverhalten, wie Fernsehen aus Langeweile, dabei essen, Alkohol, um zu vergessen…)
Es macht uns nicht glücklich, aber wir tun es trotzdem, weil wir uns dabei sicher fühlen


WIE FRAU/MAN WIDERSTAND ÜBERLISTEN KANN

Falls du auf deinem Weg irgendwann eine der Erscheinungsweisen des Widerstands entlarvst oder aus dem Trägheitstraumzustand nicht mehr herauskommst und bemerkst, dass deine Sehnsucht, deine Träume zu leben, ganz verschwunden ist und NICHT DAS TUST, was du in Wirklichkeit GERN TUN MÖCHTEST, dann gibt es eine wunderbare Strategie, wie du trotzdem nach und nach deine "Steinzeitüberlebensgene" oder dein Gehirn davon überzeugen kannst, dass es NICHT LEBENSGEFÄHRLICH ist, was du vorhast.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Strategie Wunder bewirkt. Umso mehr hat es mich gefreut, sie auch im Buch von Frau Sher zu finden:

Die Natur hat uns ein Schlupfloch gelassen, durch das wir in jeden Trägheitstraumzustand eindringen können:

Die kleinste Einheit finden UND TUN

Dies ist eine so kleine bescheidene Einheit einer Aktivität, dass sich der Widerstand durch sie nicht herausgefordert fühlt.

Yoga – Beispiel:
Wenn du denkst:
"Ich sollte sofort die 4 Stehhaltungen üben, die mir so schwer fallen, um damit meine Muskeln aufzubauen, ABER ICH WILL EINFACH NICHT", dann ist die Einheit zu groß.
Lösung: Du versuchst, eine Einheit zu finden, die dir das Gefühl vermittelt, sie ABSOLUT ZU WOLLEN.
Zum Beispiel kann es sein:
* Ich probiere die eine Stehhaltung und dann mache ich das Krokodil und die Kuschelmassage.
* Ich spüre meine Lieblingsübung und übe sie, so lange sie mir Lust macht
* Ich setze mich 3 Minuten in Meditation und lächle mir zu
Du hast die kleinste Einheit gefunden, wenn du sagen kannst: DAS IST GAR NICHT ÜBEL, DAS KANN ICH SOFORT TUN.

Die kürzeste Einheit wird weder Kreislauf, Muskeln noch Gesundheit wesentlich verbessern. Du bist noch immer in einer Art Halbschlaf, aber langsam wird die Situation wieder mit SEHNSUCHT angereichert. Du beginnst dich an deine Freude am Yoga zu erinnern, an die angenehmen Gefühlem die Yoga bei dir auslöst, du beginnst dich an diese angenehmen Gefühle zu gewöhnen. Dann mag es dir gelingen, die Dauer dessen, was du tust, zu verlängern. Widerstand ist toleranter gegenüber Aktivitäten, die er kennt.

Bei dieser Strategie geht es darum, dass du dich nach und nach wieder daran erinnerst, WIE GERN DU DIE SACHE BETREIBST

UND DANN WIRD LANGSAM DIE BALANCE ZWISCHEN WIDERSTAND UND HANDLUNGSFÄHIGKEIT ZUGUNSTEN DER HANDLUNGSFÄHIGKEIT VERSCHOBEN.
Versuche nicht in dieser Phase, dich zu überlisten, indem du die kürzeste Einheit verlängerst, in die dein Widerstand eingewilligt hat, weil sie ihm nicht gefährlich erschien (Z. B. indem du dann doch gleich die 4 schwierigen Stehhaltungen übst, will du ja wieder Freude beim Üben der kleinsten Einheit spüren kannst ) Unser "Überlebenstrieb" der Gewohnheiten kann auf lange Zeit nicht überlistet werden! Aber sich an Gutes gewöhnen, Schritt für Schritt, dass kann er.

Kannst du nicht gewinnen, dann wechsle die Seite

In ganz schwierigen Zeiten, wenn du merkst, dass du nicht einmal die kleinste Einheit tun kannst, verweigere mit entschlossenem Kinn. Wenn du über einen Zeitraum hinweg dich jeden Tag weigerst, zu üben (eben weil deine Liebe zu der Sache wirklich gerade nicht spürbar ist und alle unmöglichen Formen von Widerstand sich melden), dann tust du mehr für dein Vorhaben, als wenn du es hilflos in Vergessenheit geraten läßt.

Der Widerstand hat dann zwar nicht verloren, aber auch nicht gewonnen und vor allem: du hast nicht verloren und das verändert die ganze Situation.
Wenn du merkst, dass du wieder etwas tun kannst, dann finde heraus, was du an der kleinsten Einheit LIEBST:

Der kleinsten Einheit deine Liebe erklären

Schau dir die kleinste Einheit dessen an, wozu du dich hingezogen fühlst und du wirst ebenfalls diese Art von Liebe dazu spüren.
(Aber bringe dich nicht dazu etwas "lieben zu sollen", denn dies wird nicht funktionieren. Im Gegenteil, es führt dazu, jede wirkliche Liebe, die du hegst zu vertreiben. )

Liebst du die kleinste Einheit, dann wird dich Sehnsucht und Leidenschaft aus dem Trägheitstraumzustand herausholen.



DAS GEHEIMNIS, WIE DU DICH AUS DEM TRÄGHEITSTRAUMZUSTAND BEFREIEN KANNST, IST ALSO: ERST DIE GEFAHR VERRINGERN UND DANN LEIDENSCHAFT UND SEHNSUCHT INS SPIEL BRINGEN




!!!GUTES GELINGEN!!!




Zusammenfassung – wie man/frau mit Widerstand umgehen kann

1. finde die kleinste Einheit, die zu tun du willens bist
2. wenn du keine Einheit findest, dann verweigere jeden Tag, etwas zu tun, bis du in der Lage bist eine Einheit zu finden, die du ausführen kannst
3. finde etwas an dieser Einheit, das du liebst und gebe dich dieser Liebe vollkommen hin
4. schütze dich vor dem Vergessen, indem du Merkposten oder Auslöser außerhalb deiner selbst setzt, die dich erinnersn (Zettel, Freunde, …) – dafür hast du im Yoga bereits gesorgt, indem du die Ausbildungsgruppe für 2 Jahre besuchst.
5. solltest du vergessen haben, irgendetwas von dem oben Gesagten zu tun, dann fange wieder damit an, wenn du dich daran erinnerst


TIPP VON DIETLINDE:
WENN DU LUST HAST ZU ÜBEN, DANN LEG DIE ZETTEL EINFACH IN DEINE SCHUBLADE UND DENK NICHT NACH. GENIEßE!
und vergiss nicht: du bist ein bewusstes Wesen. Es mag durchaus sein, dass du dich überwindest und SOFORT Freude beim Üben hast und diese Freude auch BLEIBT, weil du dich ohnehin schon daran gewöhnt hast, Yoga zu üben… und grad halt nur "schlecht drauf" warst.


Viele Anregungen sind aus dem Buch von Barbara Sher: "WISHCRAFT- Lebensträume und Berufsziele entdecken und verwirklichen", Edition Schwarzer

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