YogaHerzRaum


Luna Yoga und Hormone - ein Erfahrungsbericht von Dietlind Maiwöger

http://www.shiatsu-yoga.at

Einfluss von Luna Yoga und Übungsweise auf die Produktion des Schilddrüsenhormons

Wenn die Schilddrüse zu viel Hormone produziert, wird der Stoffwechsel schneller. Das kann sich äußern in Unruhezuständen, Hektik, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Angstzuständen, beklemmendem Gefühl im Brustkorb, Gewichtsverlust.

ich komme aus einer Familie, in der alle weiblichen Verwandten mütterlicherseits (meine Mutter, deren Schwestern, meine Schwestern) irgendwann begonnen haben, Thyrex zu schlucken wegen Schilddrüsenüberfunktion, weil ein bis alle der obigen Symptome unangenehm aufgetreten sind.

im Alter von 35 Jahren (vor 9 Jahren) sind bei mir alle der obigen Symptome aufgetreten. Meine Lebenssituation damals:
idyllisches Wohnen in altem Haus an Waldrand und Fluss, kilometerweit von den nächsten Orten - mit Schafen und großem Garten , 2 Töchter im Alter von 2 und 5 Jahren
selbständig erfolgreich erwerbstätig als Shiatsupraktikerin und Kursleiterin (Shiatsu, Do In, Fußreflexzonenmassage) - in den letzten 5 Jahren aufgebaut (nachdem ich vorher Mathematik studiert und unterrichtet hatte)
Lebensgemeinschaft mit einem Schriftsteller, dem Vater meiner Töchter, der mit mir die Verantwortung für Haushalt und Kinder gerecht teilte

alles stimmte - nur ich nicht

mein Bild von mir, das mir damals aufgetaucht ist:
ich gehe - die Nase und den Kopf WEIT VORNE und kann dadurch vor meinen Füßen die Wurzel, ein Hindernis nicht sehen, also stolpere ich darüber

und so nahm ich mich an meiner eigenen Nase und begann meine Reise zu mir...

da nicht nur die Schilddrüse mich beschleunigte, sondern zusätzlich meine Scheide dauernd entzündet war und nicht heilen wollte, begann ich endlich die Ausbildung zur Luna Yoga Lehrerin (die hatte in den Jahren vorher eindeutig nicht auch noch Platz)

gleichzeitig entschied ich mich, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

in der Psychotherapie lernte ich wahrnehmen, wie viel ich in den letzten Jahren geleistet habe und ich fing an, mein Bild davon zu ändern, was frau alles zu tun hat - ein Bild, das zumindest in der Frauengeneration vor mir auch schon die Frauen beschleunigte. es forderte, schneller zu sein, besser zu sein, um mehr leisten zu können.
in meinem Kopf formte sich stattdessen ein neues Bild, das lautet: GUT GENUG (danke, Luisa)
ketzerisch fühlte es sich an (zumindest sehr unerlaubt), dass es genügte, dass ich so bin, wie ich bin. nicht mehr schneller, schöner, besser... sein muss, sondern einfach sein darf.
das war die Arbeit im Kopf, notwendig um die alten Denkstrukturen verlassen zu können

im Luna Yoga lernte ich meinen Körper wahrnehmen
es war für mich ein SCHOCK zu spüren, wie klein mein ehrlicher Bewegungsradius wirklich ist. es war ein Schock für mich, zu bemerken, dass fast alle meiner Bewegungen, von denen ich geglaubt hatte, sie würden im Becken stattfinden, in Wirklichkeit ihren Ausgangspunkt im Übergang BWS/LWS hatten - in der Höhe des Sonnengeflechts also, dort, wo die persönliche Kraft wohnt.
(genau dort, wo ich seit ca. 1 Jahr heftigste Rückenschmerzen hatte)
dort, wo sich nach der Lehre der chinesischen Medizin der Yu Punkt des Magens befindet. Magenenergie verwenden wir für die Richtung vorwärts, um Essen zu suchen, Gier und Hunger bewegen die Magenenergie. (das Bild, das ich oben von mir beschrieben habe mit der Nase vorn würde genau diesen Zustand zeigen - und auch vielleicht meine Lebenssituation, in der ich wohl sehr viel Wunderbares und Wunderschönes durch meinen Hunger nach Leben erreicht hatte - es aber nicht mehr genießen konnte, weil ich hinter mir her rannte)

die schwierigste neue Wahrnehmung war die: ich kann nichts erzwingen mit meiner Willenskraft. alles hat seine Zeit.
das ist die Wahrnehmung, die direkt mit der Schilddrüse gekoppelt ist. schwierig deshalb, weil ich lernen musste, dass ich nicht mehr alles so machen, wie ich es mir in den Kopf gesetzt habe. weil ich auch Füße habe, die langsamer sind als mein Kopf, und weil mein Körper in meinem eigenen Rhythmus schwingen und singen mag.

im Üben, auch in der Ausbildungszeit, fand ich zu einer Langsamkeit, die fast nicht mehr erträglich war für mich (für meinen Kopf, für meine Vorstellung, wie Üben gehen "soll"). ich fand zu einer Langsamkeit im Üben und fand heraus, dass nur diese Langsamkeit es mir erlaubte, köstlich und tief bis in mein Becken zu atmen (meine Scheide dankte es mir). meine Übungen wurden winzig klein (wieder fast unerträglich für meine Vorstellung von Bewegung). aber wenn ich so ehrlich übte, dann blieben die Rückenschmerzen weg, das tiefe Atmen bewegte mich bis ins Becken und bewegte meine Eierstöcke, mein eigener Rhythmus begann wieder durch meinen Körper zu pulsieren und ich wurde langsamer. ich fühlte, wie ich mich während dem Üben körperlich verlangsamte: mein Atem, mein Herz, mein Stoffwechsel
zuerst nur während des Übens und kurz nachher
dann auch noch einige Stunden nachher
und schließlich rettete ich mich von Luna Yoga Üben zu Luna Yoga Üben mit Genuss und Langsamkeit
und ich hatte mich wieder - waren 2 Jahre vergangen? etwa

meine Vorstellung, mein Bild dazu
wie Luna Yoga auf die Schilddrüse wirkt?

das eine ist vermutlich schon beim Lesen bisher aufgefallen: meine Konsequenz in meinem Leben, nach meinen Vorstellungen, Wünschen und Ideen vieles nach meinem Kopf zu gestalten. eigentlich fein, nur:
mein Körper kam darin nicht vor, höchstens als lästige Begleiterin und Verhinderin, als Quälgeist (ich schreib hier nicht die lange Liste der "Quälereien" auf, bis ich mich endlich auf den Weg machte, in meinem eigenen Körper durchs Leben zu tanzen)

und zwischen Kopf und Körper, dort sitzt die Schilddrüse. diese seit langer Zeit unbewusste Stelle in meinem Körper: der Nacken, der Hals. überbeweglich, gewohnt, sich zu drehen und zu wenden, auf Geheiß meiner Gedanken, die Bewegung von oben nach unten...
durch starkes Bewegen des Nackens - wie es etwa bei den Tänzen vorkommt - verschlimmerte sich die Überfunktion, ebenso durch den Apfelbiss.
aber auch durch die innere Haltung der "Halsstarrigkeit" - wenn ich schneller und größer üben wollte (aus Gewohnheit wie früher) - beantwortete mein Körper SOFORT mit Erinnerung an unangenehme Symptome - mein Körper, meine Lehrerin


Luna Yoga pflegt die Beweglichkeit aus dem Becken, von unten nach oben, Körperwahrnehmung, Achtsamkeit...
Die Körperübung, die am besten wirkte, immer wieder speziell geholfen hat war die PAUSE. Zuerst das Bewegen in meiner Langsamkeit und Zartheit, dann der Wechsel zur Pause. Köstlich den eigenen Rhythmus wiederfinden, alles so lang, wie mir angenehm, so leicht, so köstlich... - und die Übungen, die ich nicht mochte, die verschlechterten tatsächlich häufig
ich veränderte vieles in meinem Alltag, speziell lernte ich es, wieder öfters mal genüsslich faul zu sein (ach die Pause!)

ZUM ÜBEN
oft waren es Atemübungen, zB das Zwerchfell schlenkern und den Atem anhalten (die für den Stoffwechsel und den klaren Kopf) - oder die spezielle Form von Feueratem, die in ihrer Richtung nach oben zum Herzen weist - nicht zur Gebärmutter (hat ein Arzt für Herzinfarktpatienten entwickelt, glaub ich mich zu erinnern), die das Hitzegefühl im Oberkörper kühlten.

Ich fühlte in Zeiten der Schilddrüsenüberfunktion Hitze im Oberkörper - da war es köstlich, den kühlenden Atem zu spüren.
durch die neu wachsende Verbindung zu meinem Becken und besonders zu den Sitzbeinhöckern wuchs Bewusstsein in meinem Rücken (von oben bis unten) - und die Hitze konnte "abfließen". ich übte sehr bewusst Yoga mit dem Beckenboden und der köstlich leichten Aufrichtung bis zum Scheitel. Ich übte nur mit meiner zarten Körperkraft, denn meine Willenskraft, mein altbekanntes Bewegungsmittel, versagte ja ihre Dienste.
Bewusst lenkte ich meine Aufmerksamkeit ins Becken, diese Aufmerksamkeit veränderte - immer nur so lange, wie es von innen heraus stimmte, und dann PAUSE. (Rhythmus und Zeit sind nach meiner Erfahrung die Themen der Eierstöcke und der Schilddrüse).

Krokodile waren damals meine Lieblingsübungen, köstlich, genüsslich und langsam weisen sie den Weg nach innen, der Atem tief bis in die Eierstöcke
als ob der Einfluss auf die Eierstöcke mein hormonelles Geschehen veränderte und auch auf die Schilddrüsenproduktion wirkte.
wenn die die Hitze im Oberkörper war, zogen sich meine Leisten zusammen, da war dann wenig Platz für die Eierstöcke. Gelang es mir, die Leisten zu lockern durch köstliches Atmen und Bewegen, konnte direkt sofort spürbar die Hitze nach unten abfließen und sich verteilen (dann wurden Hände und Füße wieder warm, die vorher eisig waren)

auch die Übung im Langsitz: die Beine drehen aus der Hüfte mit aufgestellten Zehen (die für eine kräftige gesunde Scheide) war sehr effektiv, um meine Leisten zu bewegen. (ich lernte es in meiner Genesungszeit, beim Üben IMMER mit den Sitzbeinhöckern Kontakt zu halten und den Oberkörper mit Leichtigkeit aufrichten zu lassen aus dem Becken heraus)

interessant ist, dass ich mich nicht auf mein körperliches Empfinden verlassen konnte, wenn ich tendenziell wieder nach dichten Zeiten mehr Schilddrüsenhormone produzierte. so als ob der Körper sein gefundenes Gleichgewicht (in diesem Fall ein Krankes) erhalten wollte. Es war ein bewusster Akt, ein Hinhören auf inneres Wissen, langsam zu sein, genüsslich zu spüren - obwohl Hektik durch meinen Körper zuckte

Ich habe es wieder gelernt, hineinzuschlüpfen in meinen Körper, in meine Haut und mich darinnen genüsslich zu bewegen und dehnen, ohne dass die Haut irgendwo zerreißt. ich fühle mich wieder wohl in meiner Haut - oft

Meine Gesundheit ist wieder gewachsen - wie ein Kind von mir. gut genährt durch Therapie und Luna Yoga, liebevoll in den Arm genommen durch mich. das ist es ja, was ein Kind braucht, um zu wachsen: Liebe und Zeit und gute Nahrung und Schutz. und dann wächst es von ganz allein, in der eigenen Art, im eigenen Rhythmus, in der eigenen Zeit.
und wenn ich den Frauen in meinen Gruppen erzähle, dass das Gute, die Gesundheit von ganz allein wächst, wenn wir Liebe, Zeit, gute Nahrung und Schutz uns schenken, dann geht tiefes Aufatmen durch die Frauenkörper, tief nach unten bis ins Becken und dann freuen sich die Eierstöcke und die Gebärmutter lacht auch
und ich freu mich auch

Tags: hormone

Seitenaufrufe: 506

Hierauf antworten

Mitglied werden? 

brauchst nur wenn 

etwas reinstellen

willst

ANGEBOTE-VIBANA:


KONTAKT 

0660 7679942

vibana@

yogaherzraum.at

© 2020   Erstellt von Vibana Maikisch.   Powered by

Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen