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fogender text ist aus dem programm vom ekiz 2008 - das rote zelt der frauen (siehe anhang)

Einführung in den „Kreis des Frauenlebens“
Ich möchte Euch einladen, mit mir gemeinsam gedanklich durch den Kreis des Lebens zu reisen und den 13 Archetypen der Frauen zu begegnen. Während des „Roten Zeltes der Frauen“ haben wir jeden Tag einem dieser 13 Archetypen gewidmet. Elizabeth Davis geht in ihrem Buch „Im Kreis des Lebens – die 13 Archetypen der Frauen“ davon aus, dass jede Frau im Laufe ihres Lebens 13 Stufen durchläuft. In jeder Stufe dieses Lebensrades gibt es eigene Charakteristika, Freuden, Entwicklungszustände und Möglichkeiten, wobei die Zuordnung zu einer Stufe ist nicht zwingend altersabhängig ist.
Jede von uns ist momentan an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben angelangt – halten wir hier doch ganz kurz inne und drehen wir in Gedanken ein bisschen die Zeit zurück.

Zurück in die Zeit, in der wir noch Kinder waren – hier begegnen wir der Tochter, dem ersten Archetypen auf dem Lebensrad.

Es ist die Zeit des reinen, weißen, wiss-und lernbegierigen, unschuldigen Mädchens. Ihre Reinheit und Vollkommenheit sollte geschützt, gewahrt und geschätzt werden. Die Tochter kann uns allen zur Inspiration dienen – gleichzeitig sollte aber auch daran gedacht werden, sie vorsichtig , behutsam und langsam auf das Leben vorzubereiten.

Die nächste Stufe im Kreis des Lebens ist die der Jungfrau.

Sie entspricht dem jungen, pubertierenden , jugendlichen Mädchen, das ihre Menarche erlebt .Die Jungfrau steht für erwachendes Leben, ist vollkommen selbstverantwortlich und niemandem anderen verpflichtet. Diese Zeit ist aber auch eine Phase, die von großen Konflikten geprägt ist – es ist der Kampf zwischen dem Bedürfnis nach Unabhängigkeit aber auch die Angst bzw. die Ungewissheit vor dem Leben als erwachsene Frau. In höherem Alter leben wir die Jungfrau immer dann, wenn wir voller Unschuld an eine Sache herangehen.

Der nächste Archetyp, dem wir begegnen ist jener der Blutschwester.

Die Blutschwester ist im späten Teenageralter bzw. in ihren frühen Zwanzigern, ist noch nicht fest an einen Partner gebunden. Es ist die Zeit des Heranreifens – junge Frauen in dieser Phase verbünden sich miteinander und teilen Sehnsüchte, Erfahrungen, Enttäuschungen und Träume miteinander. Der Wunsch sich gegenseitig zu stärken und unterstützen führt viele junge Frauen in einer Art Kreis zusammen (gemeinsames Einsetzen für Ideale, Hilfe bei der Selbstfindung usw. ) Auch, wenn wir älter sind, wird die Blutschwester in uns wach, wenn wir anderen in einer schwierigen Lebenssituation weiterhelfen und beistehen bzw. umgekehrt erfahren wir auch oft Hilfe von Blutschwestern.

In der nächsten Phase der Geliebten erwecken wir die lustvolle, sinnlich erotische Frau in uns.

Im Lebenszyklus einer Frau entspricht dieser Archetyp jener Phase, in der die Sehnsucht nach einem Partner und nach einer eigenen Familie wach werden kann. Gleichzeitig ist es auch jene Zeit, in der eine Frau einen neuen Zugang zu ihrem Körper findet – sie macht viele neue Erfahrungen und und beginnt auch ihre Sinnlichkeit und Erotik auszukosten. Es ist eine Hochphase, die geprägt ist von Lust und Lebensfreude. Gleichzeitig kann diese Zeit auch als krisenhaft erlebt werden, denn wichtige Lebensentscheidungen können anstehen (berufliche und familiärer Natur) Die Geliebte kann immer wieder in uns durchbrechen (z.B. eine alte Frau, die sich unsterblich verliebt, wenn wir uns leidenschaftlich für die Durchführung eines Projekts einsetzen usw.)

Auf der nächsten Stufe im Lebensrad, jener der Mutter, hat das Leben seinen Zenit erreicht.

In dieser Phase spielt die Kindsgeburt eine große Rolle. Durch dieses Erlebnis wird die Frau an ihren tiefsten ureigenen Wurzeln berührt und sie verändert sich. Auch ohne selbst Kinder geboren zu haben, ist es möglich den Archetyp der Mutter zu leben und zwar immer dann, wenn Frauen sich voller Leidenschaft und Hingabe einem kreativen, schöpferischen Projekt widmen und sich auf unbekanntes Gebiet begeben müssen. Mit dem Archetyp der Mutter ist die Frau auch in die nährende Phase eingetreten.

Der nächste Archetyp, dem wir begegnen ist jener der Hebamme.

Frauen die die Stufe der Hebamme durchleben, treten oftmals in der Rolle der Vermittlerin und Helferin („Geburts“helferin) auf. Es sind jene Frauen, die intuitiv andere in ihrer Entwicklung fördern, sie unterstützen und geleiten. Sie ermutigen uns langgehegte Träume und Vorstellungen zu konkretisieren – sie helfen uns über eine Schwelle. Charakteristisch für die Hebamme ist es, dass die Ratio und die Logik eine nicht so große und bedeutende Rolle spielen, wie die Intuition – genau dieses intuitive Wissen um die Weiblichkeit, Kräuter, Heilkunst und der Versuch eng mit der Natur im Einklang zu leben, war es ja auch, das vielen Frauen zum Verhängnis geworden ist.

In der Amazonenphase wird der Druck sich um andere zu sorgen und diese zu nähren weniger (Kinder, falls vorhanden, sind schon etwas selbständiger und die berufliche Position wurde auch gefestigt)

Die Amazonen werden als mächtige, eigenwillige, spontane und sehr durchsetzungsfähige Frauen erlebt, die sich unter Umständen gegen Konventionen stellen und ihren Standpunkt mit alles Mitteln verteidigen. In spirituellem Sinne lässt sich sagen, dass die Amazone die ersten Früchte ihrer inneren Weiterentwicklung ernten kann. Es stellt sich aber auch gleichzeitig die Frage, was gibt es für mich zu schneiden, was ist reif, wo gibt es ein Zuviel, was ist wegzuschneiden, was ist zu beenden. Diese Zeit wird oft auch als Trennungs- und Scheidungszeit erlebt.

Der nächste Archetyp, den wir im Kreis des Lebens begegnen, ist jener der Matrone.

Es ist eine Frau, die die Zeit der Unschuld und des Nährens hinter sich hat, sich einen Platz in der Welt geschaffen hat, an dem sie sehr sicher, zufrieden und mächtig ist. Sie ist die Chefin der Familie, das Oberhaupt des Clans oder sie hält eine Führungsposition inne. Ihre Methode Menschen zu führen wurzeln tief, sie ist innerlich gereift und erkennt ihre Grenzen. Diese Zeit kann auch mit der Erntezeit im Leben einer Frau verglichen werden – Ernte soll geteilt werden und so gibt sie Zeit, Rat, Energie, Beistand und Hilfe weiter. Wir handeln als Matrone, wenn wir die Früchte unserer eigenen Arbeit erkennen können, dafür ausgezeichnet werden, gemeinnützige Projekt leiten-Führungsqualitäten zeichnen sie aus.

Wir kommen nun zur Priesterin;

Frauen, die diese Stufe durchleben stehen oft vor ihrer Menopause. Es beginnt eine Zeit der seelischen Innenschau. Die Priesterin hat eine tiefe Sehnsucht nach spiritueller Erfahrung, sich selbst zu finden und auch die Frage nach dem Sinn ihres Lebens zu beantworten. In dieser Phase wäre es wieder sehr hilfreich sich einem Kreis von gleichgesinnten Frauen anzuvertrauen – einen Kreis von Gesinnungsschwestern um sich zu haben, die dabei helfen den Sprung in die dunkle Zeit zu wagen Priesterinnen erkennt man daran, dass sie z.B. eine Gruppe zusammenführen um jemanden zu helfen, sich auf altes Frauenwissen besinnen. Die Priesterin ist bereit all das zu geben, wonach sie sich selbst sehnt.

Die nächste Stufe ist jener der Zauberin;

es ist eine Phase, die gekennzeichnet ist von den weisen alten Frauen und gleichzeitig auch der Dunkelheit. Ihre Kräfte sind unheimlich stark . Die Zauberin erkennt, dass das Leben niemals ohne Tod sein kann, dass alles stirbt um wieder neu zu werden. Wir werden geboren und sterben um Platz für die nächste Generation zu machen. Die Zauberin fühlt aber auch, dass es kein endgültiges Ende gibt. Der Kern, die Essenz des Lebens bleibt erhalten und wirkt weiter. Die Zauberin steckt in jeder die mit einer bedrohlichen Krankheit, Behinderung oder großer Not fertig werden muss und es dennoch schafft Angst und Sorgen in Liebe umzuwandeln.

Die Zeit der weisen Alten ist eine Zeit der Ruhe und des Friedens –

die weise Alte ist in Frieden mit sich selbst und nährt die Gesellschaft mit ihrer Weisheit. Wir nehmen immer die Gestalt der weisen Alten an, wenn wir einer beunruhigenden Situation etwas humorvolles verleihen können – egal wie alt wir sind, wenn wir glauben die wesentlichen Dinge des Lebens erkennen zu können, dann tragen wir ihre Weisheit in uns. Es ist aber auch jene Phase, in der sie schon jenen Faden webt, der sie sicher durch den ihr bevorstehenden Übergang führen wird.

Die Stufe und die Zeit der dunkeln Mutter ist die Phase des bevorstehenden Todes.

Die dunkle Mutter lässt ihr Leben ziehen, damit neues wachsen kann. Sie steht an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Sie bereitet sich auf ihre Reise ins Ungewisse vor und ihr Weg ist voller Abschiedsschmerz. Wir begegnen der dunklen Mutter in uns auch immer wieder dann, wenn wir einen unvermeidbaren Sprung ins Ungewisse machen müssen, einen geliebten Menschen verlieren.

Die dunkle Mutter steht an der Schwelle des Todes - wird diese Schwelle überschritten wird die Verwandlerin unsere Auszeit, unser Zufluchtsort.. Sie ist der Raum in dem neues Leben entspringt und auch eines Tages dorthin zurückkehrt. Ihre Energie ist ein stetiger Fluß – sie fließt von der Mitte des Kreises zu allen Archetypen hin und zwischen den Stufen. Die Verwandlerin ist die Neuwerdung durch Geburt, Tod und Wiedergeburt .

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