YogaHerzRaum

geburtsbericht von claudia röck:

ihre website ist gefüllt mit vielen interessanten neuen erfahrungen wie
windelfrei, keine impfungen. rohkost, tragetuch......:
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Das wunderschöne Schlüpfen von TAYO Röck



Am Freitag, den 11, April 2008, eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin, war ich noch in der Früh mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs. Ich ging zur Bank und noch zum Yoga für Schwangere bei Vibana im Citys-Yoga. Danach kaufte ich noch Obst und Gemüse ein und fuhr heim, um meine Kinder zu übernehmen. Da wir Rohköstler sind, machte ich noch einen leckeren Obst-Gemüse-Saft. Kaum hatte ich das Glas ausgetrunken, setzten auch schon die Wehen ein. Das war genau um 13 Uhr. Der Saft gab mir einen grossen Energieschub. Ich putzte noch unseren GreenStar- Entsafter, der für uns als Rohköstler unabkömmlich ist, und bereitete alles für die bevorstehende Hausgeburt vor. Meine Mutter kam, um meine zwei Töchter Lena und Nana abzuholen.

Ich verständigte bald daraufhin die Hebamme Mag. Ursula Walch und meine Doula Lydia, als die Wehen regelmäßig kamen Ich nahm ein Bad in der Badewanne ein, um zu sehen, ob die Wehen weniger oder stärker wurden. Sie wurden stärker, also hatte ich bereits Vorwehen. Als die Hebamme kam und mich untersuchte, war der Muttermund erst 2 fingerbreit geöffnet. Die Hebamme ging wieder. Als sie weg war, wurden die Wehen immer stärker. Um 16 Uhr kamen die Wehen schon alle 2 Minuten. Es ging dann alles Schlag auf Schlag.

Meine Doula war bereits auf dem Weg zu mir nach Hause. Es kamen dann hintereinander die Hebamme und die Doula. Während ich 2 Einläufe machte, floss Wasser in das schon seit Wochen vorher aufgestellte Wasserbecken. Im Wasser konnte ich dann super die Wehen wegatmen. Ebenso tat mir die Steißbein-Massage, die mir die Doula Lydia mit einem extra dafür kreierten Öl verpasste, gut. Kein Vergleich zu meinen beiden vorangegangenen Geburten im LKH Feldbach.

Als mich die Hebamme während einer Wehe untersuchte, tat dies besonders weh, aber hatte den Vorteil, dass sie mir den Saum des Muttermundes vollständig mit den Fingern öffnen konnte. Somit war der Weg frei für die Presswehen. Ich war ganz erstaunt, dass ich ganz von selbst wusste, wie ich atmen sollte. Ich atmete einfach so, wie ich es für gut hielt. So oft habe ich schon davon gehört, dass Gebärende, wenn man sie ungestört gebären lässt, von selbst wissen, wie sie atmen sollen. Ich fühlte mich verbunden mit dem Universum. Nur einmal, und zwar war das bei meiner letzten Presswehe, riet mir meine Hebamme, die Luft zum Hinunterdrücken zu verwenden und nicht so sehr zum Herausschreien, denn je länger und besser ich pressen könnte, umso schneller würde das Baby zur Welt kommen. Ich befolgte diesen Tipp und auch jenen, dass ich den Rücken rund machen sollte, damit das Baby leichter ohne Umwege sozusagen herauskommen könne.

Es ging dann alles sehr schnell. Ich schrie und presste und befolgte die Anweisung meiner Hebamme, nach dem Pressen, tief Luft zu holen und weiterzupressen. Ich spürte wie das Köpfchen und dann der Körper geboren wurden. Mein erster Sohn Tayo erblickte nach nicht einmal 3 Stunden das Licht der Welt. Er schrie nicht, sondern schaute gleich einmal neugierig herum. Er wurde dann mit einem Schläuchlein abgesaugt. Erst später berichtete mir die Hebamme, dass Tayo einmal die Nabelschnur um seinen Kopf und einmal um seinen Körper hatte. Von all dem bekam ich nichts mit. Mir fiel sofort auf, dass Tayo nicht nach der Geburt schrie und auch nicht meine Brust haben wollte, auch nicht einmal zum Nuckeln. Es ging ihm so gut, dass er das im Vergleich zu meinen beiden vorangegangenen Babies nicht brauchte. Er hat die ersen 24 Stunden gefastet, was es wirklich bei Neugeborenen gibt, wie mir meine Hebamme versicherte. Hausgeburtbabies und Wassergeburtbabies haben offensichtlich einen besonders sanften Start ins Leben bekommen. Sie sind in die vertraute Umgebung geschlüpft, die sie schon akustisch aus dem Mutterleib her kannten. Außerdem gibt es ein super Geburtsvideo und Geburtsfotos, die Tayos Papa gemacht hat.

Wunderschön war vor allem das „Danach“ der Geburt. Wir konnten in aller Ruhe den Familienzuwachs ankommen lassen in seiner neuen Welt. Ich liess meinen Sohn nackt bei mir auf meinem nackten Körper, ohne ihn baden zu müssen. Das erste Bad war eine Woche später. Der wertvolle Schutz der Käseschmiere blieb Tayo somit erhalten. Er ist immer noch zu Hause nur in Handtüchern eingehüllt. Tayo konnte mich also schon von Anfang an Tag und Nacht spüren. Am ersten Tag beobachtete ich noch Tayos Ausscheidungsrhythmus, am zweiten Tag begann ich schon mit dem Abhalten tagsüber über entweder das Küchen- oder Badezimmerwaschbecken und nachts über den Nachttopf. Es geht nämlich auch ohne Windeln und zwar viel besser und unkomplizierter, so wie es auch der Rest der Welt außer eben der Westen schon seit Generationen handhabt.

Nach langem Auspulsieren der Nabelschnur und dem Durchtrennen dieser durch Tayos Papa, bekam ich die von mir so gewünschte Rohkostplatte von meiner lieben Doula zubereitet und einen Plazentatrunk, wobei ein Teil meiner Plazenta mit einem Bioapfeltraubensaft vermixt wurde. Dieser Trunk gab mir wieder reichlich Energie. Ebenso machte mir meine Doula einen Abdruck von meiner Plazenta, sogar mit meinem eigenen Blut. Den Abdruck habe ich als schöne Erinnerung neben meinen bereits vielen Schwangerschaftsbäuchen aus Gips aufgehängt. Den Rest der Plazenta fror ich ein. Eines Tages werde ich sie sicherlich im eigenen Garten eingraben.

Erst viel später wurde Tayo abgemessen und abgewogen. Wenig später kamen die zwei Schwestern von Tayo mit ihrer Oma nach Hause und konnten in gewohnter Atmosphäre ihren neuen Bruder bestaunen. Auch die allererste Nacht konnten wir alle gemeinsam im Familienbett verbringen. Tayo schläft immer noch nackt bei mir im Bett auf einem weichen Lammfell. Er wird voll gestillt und im Tragetuch getragen, wenn wir außer Haus gehen. Ab und zu lege ich ihn auch in seine kleine Babyhängematte. Mein mütterlicher Instinkt funktioniert anscheinend gut, denn Tayo ist daheim immer nackt und sauber. Nur beim Rausgehen hat Tayo im Tragetuch eine Stoffwindel an,, sozusagen zur Sicherheit, obwohl auch die Windel meistens trocken ist, wenn ich wieder heim komme und ihn sofort ausziehe, wenn er raunzt und ich ihn dann übers Waschbecken abhalte und den Schlüssellaut von mir gebe.

Dank der guten Stütze von meiner Doula, die mich einfach von hinten unter meinen Armen hielt, und ihrem vertrauensvollen Blick und ihrem unausgesprochenen Glauben an meine Fähigkeit, dass ich natürlich daheim gebären kann, ging alles sehr rasch. Auch die angenehme Zurückhaltung seitens meiner Hebamme zu meinem Geburtsverlauf half mir sehr, an mich selbst zu glauben und vor allem in mich selbst zu vertrauen.

Ich habe mich bewusst für eine Doula zur Geburtsbegleitung entschieden, die selbst bereits 3 Kinder im Wasser daheim zur Welt brachte. Ich wusste, dass sich ihre Energie positiv auf meine Hausgeburt auswirken würde. Ich kann nur jeder Gebärenden so eine gute Unterstützung während ihrer Geburt wünschen. Es ist auch das Natürlichste auf der Welt, dass Frauen sich untereinander in einer für die Gebärende vertrauten Umgebung bei einem natürlichen Naturereignis unterstützen. Nicht nur der Gipsabdruck von meinem Babybauch während der Schwangerschaft, sondern auch die geistige und körperliche Unterstützung während der Geburt und die liebevolle und nette Nachbetreuung machten meine Doula Lydia für uns einfach unentbehrlich.

Ich konnte endlich mein drittes Baby, meinen Sohn Tayo, zu Hause im Wasser zur Welt bringen. Ein lang gehegter Wunsch wurde Wirklichkeit. Ich hatte endlich genug Mut, Wissen und Gottesvertrauen, dass ich auch zu Hause natürlich mein Kind zur Welt bringen kann.

PS: Am Abend vor Tayos Geburt habe ich noch eine Einheit von Reiki bei meiner Masseurin genossen. Die Geburt war dadurch vielleicht auch einfacher und angenehmer für mich.

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